Vorbei mit naturnahem Wohnen und Wandern

Eva Kolarz schickt uns einen Leserbrief an die Westfälischen Nachrichten, der sich auf den Bericht über die Bezirksvertretersitzung vom 17. Februar bezieht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Artikel über den Erhalt der Wallhecke am Gremmendorfer Weg und die
Aktionen der Bürgerinitiative im Vorlauf der Sitzung der
Bezirksvertretung seien noch folgende Anmerkungen gemacht:

Mit Ausnahme der Vertreter und Vertreterinnen der „Grünen“ und der
„Piraten“ haben unsere“ Volksvertreter“ die Umwandlung eines der letzten
Naherholungsgebiete in Gremmendorf dem Bagger eines Bauunternehmers
geweiht. Das kosmetische Pflästerchen der Wallhecke verschleiert dabei
nur unzureichend die Tatsache, dass über 1.000 Stimmen der Gegner dieser
Bebauung gegen 40 mögliche Häuslekäufer in unserer repräsentativen
Demokratie aber schon gar keine Rolle spielen! Wer repräsentiert hier
eigentlich was?

Natürlich möchten die gegenwärtigen Bewohner Gremmendorfs den grünen
Charakters ihres Dorfes erhalten. Sonst tut’s ja keiner, wie zu sehen
war! Wenn der letzte Acker zubetoniert wurde, ist es für alle mit
naturnahem Wohnen und Wandern vorbei!

Und wirklich niemand der anwesenden Befürworter konnte glaubhaft und
nachvollziehbar erklären, dass diese Grünflächen zugeklotzt werden
müssen, solange in Gremmendorf straßenweise Britenhäuser leer stehen.
Von der York Kaserne ganz zu schweigen. Resignierter Kommentar eines
Bürgers. „Der Drops ist gelutscht.“ Vielleicht. Ganz bestimmt aber
werden sich über 1.000 Gremmendorfer Wählerinnen und Wähler bei der
nächsten Kommunalwahl an diesen Drops erinnern. Und der könnte dann dem
einen oder anderen „Volksvertreter“ sauer aufstoßen.

Eva Kolarz

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