Protest gegen Baugebiet am Gremmendorfer Weg

Westfälische Nachrichten | 23. August 2014

„In den Wohnquartieren am Gremmendorfer Weg, am Böddingheideweg und am Zwi-Schulmann-Weg brodelt es mächtig“ schildert Klaus Baumeister die Stimmung auf der Bürgerversammlung, „das bekamen münstersche Kommunalpolitiker am Freitagabend hautnah zu spüren“.

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Ein Gedanke zu „Protest gegen Baugebiet am Gremmendorfer Weg

  1. Sehr geehrter Herr Baumeister,

    in Ihrem Artikel „Protest gegen Baugebiet am Gremmendorfer Weg“ schreiben Sie: „Andreas Roth, der Sprecher der Bürgerinitiative, vermutet sogar, dass weitaus mehr Bäume mittelfristig sterben könnten, weil sie zu nah an die Straße rücken würden.“

    So viele Konjunktive braucht es gar nicht. Dass ein Ausbau des Gremmendorfer Weges die Bäume entlang der Straße schädigt, ist weit mehr als nur eine Vermutung. Aus der schriftlichen Expertise eines anerkannten Baumpflegeunternehmens, das auch für die Stadt Münster arbeitet:

    „Aus unserer Sicht ist ein Abgraben im Nahbereich Ihrer beiden Buchen […] durch die geplante Baumaßnahme ungünstig. Der Baum verliert Wurzelraum und Speichervolumen für Wasser […] Dies hat zur Folge, dass Kronenteile, evtl. auch der ganze Baum absterben kann.“ Die Fachleute befürchten weiterhin, dass durch den Straßenbau Starkwurzeln beschädigt oder sogar gekappt werden. Das Schreiben endet mit dem traurigen Résumé: „Somit ist die Standsicherheit für Ihre Buchen nach Straßenausbau zusätzlich in Frage zu stellen.“

    Ein fast identisches Schreiben liegt uns für die gut hunderjährige Eiche vor unserem Haus vor. Nur wird die Eiche nach Einschätzung der Fachleute langsamer sterben als die Buchen, weil sie tiefer wurzelt. Und natürlich gelten die selben Naturgesetze auch auf der anderen Seite der Straße, wo die städtische Wallhecke steht. Der Investor zählt nur vier Bäume, die der Straße sofort weichen müssen. Der langsame Tod der anderen Bäume ist nicht sein Problem.

    Früher oder später werden die Anwohner des Gremmendorfer Weges die mächtigen Bäume entlang der Straße selber fällen müssen, damit sie nicht beim nächsten Unwetter in die Häuser stürzen.

    Schöne Grüße
    Andreas Roth

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