Gesprächsbereit

Am Montag nach der Bürgerveranstaltung war Marc Würfel-Elberg, der Vorsitzende der CDU Gremmendorf, auf die Bürgerinitiative zugekommen, um ihr ein Gespräch mit dem Investor, der hinter dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan steht, vorzuschlagen. Er hatte auch schon Anregungen mitgebracht, wie man Details des Bebauungsplanes überdenken könne.

Die Bürgerinitiative bedankt sich bei Marc Würfel-Elberg für sein Engagement und bei dem Investor für seine Bereitschaft, die Bedenken der Anwohner ernst zu nehmen; sie ist jedoch bei ihrem letzten Treffen am 3. September mehrheitlich zu dem Schluss gekommen, dass ein Gespräch über Ausführungsdetails zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht wäre. Die Bürgerinitiative stellt den Bebauungsplan als solchen in Frage. Es geht um das Ob, nicht um das Wie.

Der Ball ist bei der Politik

Nicht nur betroffene Anwohner, sondern auch verantwortliche Politiker haben Zweifel daran geäußert, ob wenige Wohneinheiten in Gremmendorf derart massive Eingriffe in das Umfeld rechtfertigen. Birgit Hemecker von den Piraten stellte bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung den Antrag, das Planverfahren ruhen zu lassen, bis Zweifel daran ausgeräumt seien, „dass das Bauvorhaben, politisch notwendig, planerisch durchdacht und ökologisch vertretbar ist.“ Die Mandatsträger in der Bezirksvertretung werden über diesen Antrag entscheiden müssen.

Der Ball ist also bei der Politik, und einige Fraktionen sind noch unentschieden. Dietrich Backmann zitiert Marc Würfel-Elberg in seinem Bericht über die Bürgerveranstaltung, man werde im Vorstand der Gremmendorfer CDU bis Anfang oder Mitte September eine Entscheidung treffen in dem Sinne: „Wenn Ja, dann wie?; wenn Nein, dann warum nicht?“ Bei dieser Entscheidung möchte die Bürgerinitiative gerne helfen! Sie hat deshalb Marc Würfel-Elberg um ein Gespräch mit Vertretern der Ortsunion gebeten, um den politisch Verantwortlichen noch einmal ihre Argumente gegen den Bebauungsplan darlegen zu können.

Dieses Angebot geht auch an alle anderen Fraktionen in der Bezirksvertretung. Mitglieder der Bürgerinitiative bemühen sich um einen persönlichen Kontakt zu Vertretern aller Parteien, um mit ihnen einen Dialog über den umstrittenen Bebauungsplan zu führen.

Und das Wie?

Sollten unsere gewählten Vertreter beschließen, dass der Bebauungsplan 564 trotz der Bedenken zahlreicher Gremmendorfer umgesetzt wird, wäre der Zeitpunkt gekommen, über das Wie zu sprechen. Auch bei den Anwohnern gibt es Ideen, wie man einige Schäden zumindest geringer halten könnte. Dann wäre ein konstruktiver Austausch mit dem Investor im Interesse aller Betroffenen. So lange jedoch versuchen wir, diese Schäden insgesamt zu verhindern.

Ein Gedanke zu „Gesprächsbereit

  1. Hierzu möchte ich noch auf die Biodiversitätsstrategie der Landesregierung hinweisen, mit der die Ausrichtung der Naturschutzpolitik des Landes für die kommenden zehn bis 15 Jahre vorgegeben wird.

    Insgesamt werden in dem Strategiepapier rund 150 Maßnahmen beschrieben. Dazu zählt unter anderem die Reduzierung des täglichen Flächenverbrauchs bis 2020 auf fünf Hektar „und langfristig auf null Hektar“.

    Da wäre der Verzicht auf ein hochpreisiges Baugebiet ein Schritt in die richtige Richtung,

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