Chance zum Lückenschluss

Westfälische Nachrichten / Münstersche Zeitung | 12. Dezember 2015

„Die Gremmendorfer Bürgerbegehrer irren, wenn sie mit Erhalt von Grünraum gegen den Ausbau des Gremmendorfer Weges argumentieren“, zitiert ein ungenannter Redakteur einen ungenannten Schreiber, der sich hinter dem Bund Deutscher Architekten (BDA) versteckt.

„Eine klare Kontur zum Außenraum hemme Zersiedlung und daraus resultierende Abwertung von Landschaft … Dazu würden Lückenschlüsse wie im vorliegenden Fall helfen.“ Weiter regt der ominöse Verfasser an, dem ÖPNV in der Erschließung Vorfahrt gegenüber dem Individualverkehr einzuräumen. Im Zusammenspiel kompakter Siedlungskörper mit intelligenten Mobilitätsangeboten gegen mehrfach schädlichen Flächenfraß sehe er einen Weg, auf Herausforderungen der wachsenden Stadt zu antworten, so „der BDA“ in dem offensichtlich lancierten Artikel.

Ein Gedanke zu „Chance zum Lückenschluss

  1. Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative Gremmendorfer Weg,
    bei dem angesprochenen Artikel handelt es sich eine redaktionell verarbeitete BDA-Pressemitteilung. Die Vorstandsmitglieder des BDA heißen Peter Bastian, Andreas Heupel, Roland Bondzio und Manuel Thesing

    Hier die Pressemitteilung im vollen Wortlaut:

    Die Stadt muss Kante zeigen

    Die Gremmendorfer Bürgerbegehrer irren, wenn sie mit Erhalt von Grünraum gegen den Ausbau des Gremmendorfer Wegs argumentieren. Denn die Planung bietet eine Chance zum sinnvollen Lückenschlusses des Stadtrands. Eine klare Kontur zum Außenraum aber hemmt Zersiedelung und daraus resultierende Abwertung von Landschaft. Als Architekten unterstützen wir naturgemäß bauliche Entwicklung. Gleichzeitig treten wir für deren definierte Grenzen ein. Dazu helfen Lückenschlüsse wie im vorliegenden Fall. Ein Bürgerbegehren eines Stadtbezirks gegen Planung im Interesse der Gesamtstadtentwicklung entspricht leider verbreiteter Nimby-Mentalität (Not In My Backyard). Das von vielen „Nimbies“ für sich beanspruchte „Mut-Bürgertum“ aber würde seine Eigeninteressen solchen Zielen unterordnen.Im Gemeininteresse sollte hier auch dem ÖPNV in der Erschließung Vorfahrt gegenüber Individualverkehr gewährt werden wie auch kompakten Bautypologien gegenüber Einfamilienhäusern zur optimalen Nutzung teurer Infrastruktur und endlicher Flächenressourcen. Im Zusammenspiel kompakter Siedlungskörper mit intelligenten Mobilitätsangeboten gegen mehrfach schädlichen Flächenfraß sehen wir einen Weg, auf Herausforderungen der wachsenden Stadt zu antworten. Dafür sollte die Stadt Kante zeigen: als Baugestalt räumlich und als Gemeinwesen politisch.

    BDA Münster-Münsterland

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