Bürgerinitiative übergibt Unterschriften an Oberbürgermeister Markus Lewe

Zusammen mit einer „Bürgeranregung“, die sich gegen den Bebauungsplan 564 richtet, übergaben heute Mitglieder der Bürgerinitiative „Gremmendorfer Weg“ die Unterschriften von 1.159 Münsteraner Bürgern an Oberbürgermeister Markus Lewe.

Seit der Informationsveranstaltung im August hat die Bürgerinitiative, mit tatkräftiger Hilfe von Freunden und Nachbarn, Unterschriften gegen das Bauvorhaben gesammelt. Mehr als eintausendeinhundert Münsteraner – die meisten davon aus Gremmendorf – fordern inzwischen die politisch Verantwortlichen in Münster auf, das Bauvorhaben aufzugeben und den Acker „Beckamp“ nicht als Bauland auszuweisen. Diese Forderung hat die Bürgerinitiative heute in Form einer so genannten Bürgeranregung nach §24 Gemeindeordnung NRW an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben. Darin heißt es:

… mit der Unterstützung von 1.159 Münsteraner Bürgern … regt die Bürgerinitiative an:

  • das Baugebiet östlich der Vörnste Esch bis zum Loddenbach und nördlich des Gremmendorfer Weges weiterhin als abgeschlossen zu betrachten, wie es der Rat bereits beschlossen hatte,
  • die Verfahren zur beabsichtigten Änderung Nr. 51 des Flächennutzungsplanes und zum Bebauungsplan Nr. 564 einschließlich des dazugehörigen Vorhaben- und Erschließungsplanes nicht weiter zu betreiben und die Planungsabsicht einzustellen
  • den Acker „Beckamp“ nicht als Bauland sondern wieder als Ackerland auszuweisen,
  • den Gremmendorfer Weg zwischen Böddingheideweg und dem Acker „Beckamp“ nicht auszubauen,
  • sämtliche Informationen zum aktuellen Planungsstand des Vorhabens offen zu legen bzw. zugänglich zu machen – einschließlich des Verkehrswegekonzeptes, der Erschließungspläne und der Gutachten über den Baumbestand.

Ihre Argumente hat die Bürgerinitiative noch einmal in der Begründung zur Bürgeranregung zusammen gestellt. Oberbürgermeister Markus Lewe nahm die Unterschriftenlisten und die reich illustrierte Begründung mit dem Versprechen entgegen, die dort aufgeführten Bedenken sorgfältig zu prüfen. Er erinnerte auch daran, dass Münster dringend Wohnraum benötige und dass der Interessenausgleich zwischen alten Anwohnern und neuen Wohngebieten immer schwierig sei.

Sie können die Bürgeranregung und die ausführliche Begründung hier als PDF herunterladen.

Treffen am 10. Dezember: Wie geht es weiter?

Was die Bürgeranregung angeht, sind nun Politik und Verwaltung am Zuge. Wir werden gegebenenfalls nachfragen, was daraus geworden ist.

Wir sammeln auch weiterhin Unterschriften gegen den Bebauungsplan, denn es gibt noch weitere Möglichkeiten als eine Bürgeranregung. So hat die Bürgerinitiative auch den Oberbürgermeister gebeten, die Unterschriftenlisten nach Prüfung zeitnah zurückzugeben, damit sie gegebenenfalls weitere Schritte im Sinne der Unterzeichner unternehmen kann.

Alles Weitere möchten wir gerne mit allen Nachbarn, Freunden und Unterstützern gemeinsam besprechen:

  • am Mittwoch, 10. Dezember um 19:30 Uhr
  • in der Gaststätte „Friedenskrug“, Zum Erlenbusch 16 – 18

6 Gedanken zu „Bürgerinitiative übergibt Unterschriften an Oberbürgermeister Markus Lewe

  1. Stellungsnahmezum Artikel in der MZ, Bürgerinitiative Gremmendorfer Weg übergibt Unterschriften, die gegen das geplante Baugebiet am Gremmendorfer Weg sind:

    Ich las in der MZ den Artikel über die Übergabe der 1.159 Unterschriften an den Oberbürgermeister Markus Lewe.
    Auf einer Veranstaltung, die länger her ist, wo es um die York-Kaserne ging, äußerte Herr Lewe, das Münster dringend bezahlbaren Wohnraum benötigt. Dieser Satz ist mir immer noch im Ohr hängen geblieben.

    Doch in dem Artikel und auch in anderen ist davon schon lange nicht mehr die Rede.
    Es werden Wohngebiete aus dem Boden gestampft, wo kein bezahlbarer Wohnraum gebaut wird, nämlich Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, also teurer Wohnraum. Wenn Mehrfamilienhäuser gebaut werden, handelt es sich meist um Eigentumswohnungen, die unbezahlbar sind, oder Wohnungen, die auf den neuesten Stand gebracht wurden und auch nicht bezahlbar sind. Selbst bei älteren Wohnungen sind die Mietpreise hoch.

    Herr Lewe bittet die Bürger um Akzeptanz, gegenüber diesem Baugebiet und sicher noch anderen. Ich frage mich, was will das Stadplanungsamt und die Politk denn da gerade umsetzen? Genau das Gegenteil! Damit sollen die Bürger der Stadt einverstanden und tolerant sein, unglaublich, bin ich nicht.

    Zumal immer mehr schöne Natur vernichtet wird, ohne lange zu überlegen. Nach dem Motto Wohnraum muss her. Hat die Politk das Unwetter schon aus den Augen verloren? Was werden da für Entscheidungen getroffen? Kann die Politik diese wirklich vertreten? Wird man da nicht eher den Menschen gerecht, die das dicke Geld haben? Siehe auch das Winkhausgelände.

    Ich glaube zurzeit läuft einiges aus dem Lot in der Politik von Münster.

    Ich bin doch immer wieder fassungslos, was über den Wohnungsbau in Münster geschrieben wird und was ich über meinen Freundeskreis und Bekanntenkreis höre, wie es da zugeht.

    Grüße
    Gudrun Königs

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