Advent, Advent …

„Gaudete“ – Freuet Euch! – heißt der dritte Adventssonntag im Kirchenjahr. Wenig Anlass zur Freude hatten die Anwohner am Gremmendorfer Weg, als gegen 11 Uhr zwei Männer damit begannen, Bäume entlang des Weges (zur Fällung?) zu markieren.

Als sie auch einen Baum mit signalroter Farbe besprühten, der unzweifelhaft auf Privatgrund steht, rief der betroffene Nachbar die Polizei. Den Anwohnern gegenüber waren die Herren nicht bereit, Auskunft über ihren Auftrag zu geben oder ihre Namen zu nennen. Noch bevor die Polizei eintraf waren die Sprayer eilig verschwunden.

Auch wenn die Sonntagsarbeiter einen Ausbauplan des Tiefbauamtes in der Hand hielten, ist wohl nicht davon auszugehen, dass es sich um einen städtischen Arbeitseinsatz handelte. Der Ausbau des Gremmendorfer Weges ist Sache des „Vorhabenträgers“, der – nach unserer Auffassung – jedoch noch keine Rechtsgrundlage für eine solche Aktion hat. Der Beschluss der Bezirksvertretung ist an die Rechtskraft des Ratbeschlusses gebunden, der wiederum von der Änderung des Flächennutzungsplanes abhängt.

Ob die Gremmendorfer jetzt täglich mit dem Einsatz der Kettensägen rechnen müssen, oder ob sich es „nur“ um einen Einschüchterungsversuch handelt, ließ sich am Sonntag nicht klären. Die Anzeige wegen Sachbeschädigung ist jedenfalls erstattet, der Auftraggeber der beiden Sonntagsarbeiter wird sich ermitteln lassen, und am Montag ist auch die Stadt wieder erreichbar.

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Die beiden unbekannten Sprayer bei der Arbeit mit Ausbauplan und Spraydose.
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Farbmarkierung an einem Baum auf privatem Grund.

Bildnachweis: Das Titelbild basiert auf einer Grafik von Henry Mühlpfordt (Wikimedia Commons).

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